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/ Energie-Effizienz

Stichwort: Weniger Reibung

Auf der InnoTrans 2026 in Berlin (22. bis 25. September) zeigt SKF neue Lösungen zur Verringerung von Reibungsverlusten in Bahnsystemen. Im Fokus stehen ein reibungsarmes Hochgeschwindigkeits-Radsatzlager, Zylinderrollenlager mit PEEK-Käfig sowie eine intelligente Schmierpumpe.

Bei der Suche nach Einsparpotenzialen im Schienenverkehr stehen häufig Fahrzeuggewicht und Aerodynamik im Mittelpunkt. SKF richtet den Blick auf einen weiteren Faktor: die Reibung in mechanischen Komponenten. „Diese Faktoren sind wichtig, aber auch die Reibung spielt eine entscheidende Rolle – und sie ist immer vorhanden“, sagt Jochen Baum, Railway Engineering Manager Europe & Africa bei SKF.

Da Schienenfahrzeuge mit zahlreichen Lagern ausgestattet sind, haben Lagerreibung und Wirkungsgrad der Komponenten einen direkten Einfluss auf den Energiebedarf. Mit neuen Produktentwicklungen will SKF diese Verluste reduzieren und damit den effizienteren Betrieb von Bahnsystemen unterstützen.

Hochgeschwindigkeits-Radsatzlager mit Keramik-Wälzkörpern

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist ein neues Hochgeschwindigkeits-Radsatzlager mit einer hybriden Ceramic Rolling Unit (CRU). Dabei kommen Wälzkörper aus Siliziumnitrid zum Einsatz. Dadurch kann die Lagermasse nach Angaben von SKF um 15 bis 20 Prozent reduziert werden.

Gleichzeitig sollen sich Stromschäden vermeiden und die Reibung gegenüber konventionellen Lagern um mindestens zehn Prozent verringern lassen. Weitere Vorteile sieht SKF in längeren Fettgebrauchszeiten, verlängerten Wartungsintervallen und niedrigeren Lebenszykluskosten.

Leichtere Lager für Bahngetriebe

Neben Radsatzlagern präsentiert SKF weiterentwickelte Zylinderrollenlager für Bahngetriebe. Diese sind mit einem Käfig aus PEEK ausgestattet. Der Hochleistungskunststoff ist bis zu 90 Prozent leichter als vergleichbare Messingkäfige.

Durch das geringere Gewicht und ein optimiertes Design sollen die Lager auch bei hohen dynamischen Belastungen zuverlässig arbeiten. Simulationen und anwendungsspezifische Tests bestätigten laut SKF die Eignung für den Einsatz in Bahngetrieben.

PEEK behält seine mechanischen Eigenschaften auch unter anspruchsvollen Bedingungen bei und kann in einem Temperaturbereich von minus 70 Grad Celsius bis plus 240 Grad Celsius eingesetzt werden. Zudem ermöglicht der Werkstoff den Verzicht auf Blei in den entsprechenden Produkten.

Intelligente Schmierung

Mit der Lincoln Progressive Lubrication Pump (PLP) erweitert SKF außerdem sein Schmierungsportfolio. Die modular aufgebaute Schmierpumpe ist für unterschiedliche Anwendungen im Bahnsektor ausgelegt.

Bis zu drei Pumpenelemente ermöglichen eine Anpassung an verschiedene Anforderungen. Über integrierte Überwachungsfunktionen lassen sich Betriebszustände und Diagnosedaten in Echtzeit erfassen. Die Pumpen sind für Anwendungen an Fahrzeugen ebenso geeignet wie für streckenseitige Systeme und werden mit Behältergrößen von zwei bis 20 Litern angeboten.

Links:

www.skf.de

Die PEEK Käfige sind bis zu 90 Prozent leichter als vergleichbare Messingkäfige. Bild: SKF/Holger Laschka

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Quelle: Volker Zwick (Chefredakteur der B&I)
www.b-und-i.de