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Siemens bringt den „Digital Twin Composer“

Mit dem Digital Twin Composer stellt Siemens eine neue Softwarelösung vor, die industrielle Metaverse-Anwendungen in großem Maßstab ermöglicht. Unternehmen können damit digitale Zwillinge, Simulationen, KI und physische Echtzeitdaten in einer gemeinsamen, fotorealistischen 3D-Umgebung zusammenführen. Ziel ist es, Produkte, Prozesse und Fabriken virtuell zu analysieren, zu optimieren und zu validieren, bevor physische Änderungen umgesetzt werden.

Der Digital Twin Composer kombiniert 2D- und 3D-Daten aus dem Digital-Twin-Portfolio von Siemens mit physikalischen Echtzeitinformationen. Die Darstellung erfolgt in einer sicheren, verwalteten und hochauflösenden 3D-Umgebung, die mithilfe von NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken aufgebaut wird. So entsteht ein konsistentes, fotorealistisches Abbild von Produkten, Produktionslinien oder kompletten Fabriken über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die Lösung liefert kontextbezogene Echtzeit-Einblicke und ermöglicht die Interaktion mit virtuellen Produkten, Prozessen und Anlagen. Konstruktionen, Abläufe und Automatisierungskonzepte lassen sich frühzeitig testen und weiterentwickeln, noch bevor Hardware gebaut oder installiert wird. Damit richtet sich Digital Twin Composer an sehr unterschiedliche Anwendungen – von Konsumgütern über Fahrzeuge bis hin zu komplexen Industrieanlagen.

Wie sich der Ansatz in der Praxis auswirkt, zeigt ein Projekt bei PepsiCo. Gemeinsam mit Siemens wurden ausgewählte Produktions- und Lagerstandorte in den USA als hochpräzise 3D-Digitalzwillinge abgebildet. Diese dienten zur Simulation von Anlagenbetrieb und Lieferkette.

Innerhalb weniger Wochen konnten neue Konfigurationen validiert werden, was zu einer Steigerung des Durchsatzes um 20 Prozent bei der ersten Implementierung führte. Zudem ließen sich Entwicklungszyklen verkürzen, Investitionen gezielter planen und potenzielle Probleme zu einem großen Teil bereits virtuell identifizieren.

Links:

www.siemens.com/global/en/company/digital-transformation/industrial-metaverse/introducing-digital-twin-composer.html

Viele Industrieunternehmen arbeiten noch immer mit getrennten Systemen für Konstruktion, Engineering und Betrieb. Digital Twin Composer setzt genau hier an und führt diese Disziplinen in einem realitätsnahen Modell zusammen. Produkte, Prozesse und Anlagen können so innerhalb kurzer Zeit getestet, automatisierte Abläufe früh validiert und reale Systeme über einen zentralen digitalen Zwilling begleitet werden. Bild: Siemens

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Quelle: Volker Zwick (Chefredakteur der B&I)
www.b-und-i.de