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Sicher arbeiten bei Hitze

Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung stellen Beschäftigte, die draußen aktiv sind, vor besondere Herausforderungen. Neben organisatorischen Maßnahmen kommt der richtigen Arbeitskleidung eine zentrale Rolle zu. Sie schützt vor Hitze, UV-Strahlung und Verletzungen – und trägt zugleich zur Arbeitssicherheit bei.

Arbeiten im Freien bedeutet im Sommer oft stundenlange Belastung durch Sonne und Hitze. Entscheidend ist daher eine geeignete Ausstattung, die sowohl Schutz als auch Tragekomfort bietet. Luftig geschnittene Kleidung unterstützt die Luftzirkulation, während Funktionsmaterialien Feuchtigkeit nach außen transportieren und so zur Kühlung beitragen.

Auch die Farbwahl beeinflusst die Wärmeaufnahme: Helle Textilien reflektieren Sonnenlicht, dunklere Stoffe bieten häufig einen besseren UV-Schutz. Grundsätzlich gilt: Bedeckende Kleidung schützt effektiver vor intensiver Sonneneinstrahlung – auch langärmlige Oberteile können daher sinnvoll sein.

Körperschutz hat Vorrang

Kurze Hosen erscheinen bei hohen Temperaturen zwar naheliegend, sind jedoch auf Baustellen nicht immer zulässig. Neben der Gefahr von Sonnenbrand steigt auch das Risiko für Verletzungen durch Funkenflug, scharfe Kanten oder abrasive Materialien.

Ob Shorts getragen werden dürfen, hängt von der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung ab. In vielen Fällen sind lange Arbeitshosen vorgeschrieben. Leichte, strapazierfähige Materialien bieten hier einen praktikablen Kompromiss zwischen Schutzwirkung und Bewegungsfreiheit.

Ausrüstung für Hände und Füße

Auch bei Hitze bleibt persönliche Schutzausrüstung unverzichtbar. Arbeitshandschuhe müssen sich an den konkreten Gefährdungen orientieren und entsprechend ausgewählt werden. Sicherheitsschuhe sind ebenfalls Pflicht, allerdings stehen für warme Bedingungen atmungsaktive Modelle zur Verfügung, die den Wärmestau reduzieren und den Tragekomfort verbessern.

Sonnenschutz nicht unterschätzen

Neben der Kleidung ist der Schutz von Kopf und Haut essenziell. Je nach Einsatzbereich sind Schutzhelm oder Anstoßkappe vorgeschrieben. Für unbedeckte Hautpartien empfiehlt sich Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor – mindestens LSF 30, bei intensiver Sonneneinstrahlung LSF 50. Wichtig ist dabei das regelmäßige Nachcremen, insbesondere bei starkem Schwitzen.

Links:

www.mewa.de

Für Betriebe kann die Bereitstellung geeigneter Sommerkleidung organisatorisch aufwendig sein. Dienstleistungsmodelle unterstützen hier, indem sie Arbeitskleidung bereitstellen, pflegen und saisonal anpassen. Ergänzend lassen sich Schutzausrüstung und Zubehör gezielt kombinieren, sodass Teams bedarfsgerecht ausgestattet werden können. Bild: Mewa

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Quelle: Volker Zwick (Chefredakteur der B&I)
www.b-und-i.de