Neue B&I: Sensorbasierte Wartung mit IoT
Infraserv Höchst treibt die Digitalisierung der Instandhaltung voran: Rund 700 IoT-Sensoren liefern Echtzeitdaten aus dem laufenden Betrieb und ermöglichen eine zustandsbasierte, vorausschauende Wartung. Die aktuelle Ausgabe der B&I zeigt, wie aus klassischer Instandhaltung ein dynamischer, datengetriebener Prozess wird – und was die Branche daraus lernen kann.
Im Industriepark Höchst entsteht derzeit eines der modernsten Wartungskonzepte Deutschlands. An rund 700 Messpunkten erfassen IoT-Sensoren Vibrationen, Temperaturen und weitere Prozessgrößen. Die Daten werden über ein von Infraserv Höchst Prozesstechnik aufgebautes LoRaWAN-Funknetz an eine zentrale Plattform übertragen, wo sie analysiert und mit Prozessdaten verknüpft werden.
„So erkennen wir frühzeitig Trends wie ein erhöhtes Schwingungsverhalten, das auf Verschleiß hindeutet, und können bei Bedarf die passenden Instandhaltungsmaßnahmen ableiten“, erklärt Dirk-Harald Bestehorn, Leiter Asset Management und Engineering bei Infraserv Höchst Prozesstechnik.
Mit einer eigens entwickelten App lassen sich die Sensordaten übersichtlich darstellen und gezielt auswerten. Das Ergebnis: eine smarte, effiziente und dynamische Instandhaltung, die sich am tatsächlichen Zustand der Anlagen orientiert – statt an starren Wartungsintervallen.
Das Potenzial digitaler Wartungskonzepte ist also riesig – und dennoch befinden sich rund 60 Prozent der Unternehmen immer noch in der Anfangsphase der digitalen Instandhaltung, so eine aktuelle Studie (Seite 4). Für viele Betriebe bedeutet das: Der Weg zu Predictive Maintenance hat gerade erst begonnen.
Ein weiterer Fachbeitrag der aktuellen Ausgabe (Seite 9) klärt, wie man Freischaltprozesse effizient und mit System steuert, denn klar ist: Bei der Instandhaltung technischer Anlagen sind Freischaltprozesse ein zentraler Bestandteil der Arbeitssicherheit. Sie gewährleisten, dass Betriebsmittel vor Beginn von Arbeiten zuverlässig spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert sind – etwa durch das Ziehen von Sicherungen, das Schließen von Schiebern oder das Anbringen physischer Sperren.
Apropos Arbeitsschutz: Schutzbrillen gehören in vielen Betrieben zur Standardausstattung. Viele landen aber bereits nach einer kurzen Einsatzzeit im Müll. Doch Industrie, Handwerk und Instandhaltung stellen zunehmend höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit. Welche Kriterien machen Augenschutz umweltfreundlich, worauf sollten Unternehmen beim Einkauf achten – und welchen Mehrwert bietet nachhaltige PSA im Wettbewerb um Fachkräfte? Antworten auf diese Fragen liefert ein Beitrag auf Seite 10 in der aktuellen Ausgabe der B&I.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den praxisnahen Themen der aktuellen B&I. Bestellen Sie gerne ein kostenfreies Probeexemplar oder lesen Sie die gesamte Ausgabe direkt auf unserer Webseite.
Links:
www.b-und-i.de
