
Lapp: Leichter Umsatzrückgang, aber starke Investitionen
Die Lapp-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 die Auswirkungen der schwächelnden Weltwirtschaft zu spüren bekommen. Dennoch fiel der Umsatzrückgang mit 5,3 Prozent moderat aus. Das Familienunternehmen konnte die Rückgänge in den europäischen Heimatmärkten durch ein starkes Wachstum in Asien teilweise kompensieren.
Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2024 (1. Oktober – 30. September) einen Umsatz von 1,82 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,92 Milliarden Euro). Die Zahl der weltweit Beschäftigten stieg leicht auf rund 5.700 Mitarbeitende.
Die Geschäftsentwicklung fiel je nach Region unterschiedlich aus:
- EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika): Umsatzrückgang von 9 Prozent, insbesondere durch Schwäche im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland.
- Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika): Leichter Umsatzrückgang von 3 Prozent.
- Asien-Pazifik: Starkes Wachstum von über 10 Prozent, getrieben durch Erfolge in Indien und Südkorea. Auch China entwickelte sich trotz eines schwierigen Umfelds positiv.
„Es war ein herausforderndes Geschäftsjahr. Dennoch blicken wir mutig nach vorne und halten an unserem weltweiten Investitionsprogramm fest. Kontinuierliche Digitalisierung, mehr Produktionskapazitäten, Ausbau unserer Logistik: Das sichert zukünftiges Wachstum“, betont Matthias Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp-Gruppe.
Er ergänzt: „Was wir von der Politik jetzt dringend brauchen: verlässliche Rahmenbedingungen, ein Ende der Überreglementierung und mehr Vertrauen in die heimischen Unternehmen. Wir wissen, wie Wettbewerb geht und wie wir uns in der globalen Wirtschaft behaupten. Aber dafür brauchen wir mehr Luft zum Atmen.“
Trotz des herausfordernden Umfelds setzt Lapp übrigens sein Investitionsprogramm fort, zum Beispiel mit der Erweiterung des Logistik- und Dienstleistungszentrums in Ludwigsburg, dem Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA für Ölflex Anschluss- und Steuerleitungen sowie durch die Erweiterung der Kapazitäten in Indien. Insgesamt investierte die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 66 Millionen Euro.
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