Automatisiertes Entlacken
Das Entlacken von Radsatzwellen ist ein zentraler Schritt in der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen. Eine robotergestützte Hochdruckanlage von BvL Oberflächentechnik ermöglicht nun reproduzierbare Ergebnisse bei verkürzten Taktzeiten. Gleichzeitig sinken Medienverbrauch und Betriebskosten durch ein geschlossenes Kreislaufsystem.
In einem deutschen Instandhaltungswerk kommt eine vollautomatisierte Hochdruckentlackungsanlage zum Einsatz. Das System entfernt Schlagschutzbeschichtungen ausschließlich mit Wasserstrahlen – ohne abrasive Medien. Dadurch bleiben die Oberflächen geschont, während die Bauteile nach dem Prozess metallisch blank vorliegen und direkt für Prüf- und Beschichtungsschritte bereitstehen.
Das Entlacken erfolgt robotergestützt: Eine Rotationsdüse wird entlang der rotierenden Welle geführt und bearbeitet die Oberfläche gleichmäßig. Diese Kombination aus Rotation und linearer Bewegung gewährleistet eine hohe Wiederholgenauigkeit. Gleichzeitig verbessert die Automatisierung die Arbeitsbedingungen. Die Taktzeit liegt bei unter 23 Minuten pro Welle und erfüllt damit Anforderungen an den Serienbetrieb.
Die Anlage ist in bestehende Instandhaltungsprozesse eingebunden. Eine Fördertechnik übernimmt den automatisierten Zu- und Abtransport der Radsatzwellen. Bei der Planung wurden die vorhandenen Platzverhältnisse berücksichtigt, sodass sich die Anlage in bestehende Gebäude integrieren lässt.
Ein zentrales Merkmal ist das geschlossene Kreislaufsystem. Filtration und Medienaufbereitung reduzieren den Wasserverbrauch deutlich und senken die Betriebskosten. Gleichzeitig trägt das Verfahren zu einem ressourcenschonenden Betrieb bei. Die Reinigungskammer wird nach jedem Durchlauf automatisch gespült, was den Wartungsaufwand minimiert. Optional kann eine Trocknung per Abblaseinrichtung erfolgen.
Links:
www.bvl-cleaning.com/de/anwendungen/schienenverkehr
www.b-und-i.de
