
Laufzeitrekord bei Gezeitenturbine
Im schottischen Meygen-Projekt ist es SKF gemeinsam mit Proteus Marine Renewables gelungen, eine Gezeitenturbine über sechs Jahre ohne ungeplante Wartung zu betreiben. Die Anlage erzeugte in dieser Zeit kontinuierlich 1,5 MW – ein Weltrekord.
Mit dem Meygen-Projekt im Norden Schottlands betreibt SAE Renewables derzeit das größte Gezeitenströmungskraftwerk der Welt. SKF liefert für dieses Projekt wesentliche Komponenten – darunter Wälzlager aus Schweinfurt und rotierende Systeme aus Hamburg.
Jetzt hat SKF einen Meilenstein gemeldet: Eine der eingesetzten Turbinen erreichte eine Laufzeit von sechs Jahren ohne ungeplante Wartung. Bei einer kontinuierlichen Leistung von 1,5 MW markiert dies einen neuen Rekord für Unterwasseranlagen dieser Art – und untermauert die technische Reife der eingesetzten Systeme.
Dabei sind Gezeitenturbinen extremen Belastungen ausgesetzt: Salz, Strömung, Druck und hohe mechanische Beanspruchungen erfordern spezialisierte Komponenten und langlebige Konstruktionen. SKF hat das Projekt deshalb auch als Technologieplattform genutzt – mit Fokus auf zustandsbasierte Instandhaltungskonzepte, die den Betrieb ohne Generalüberholung über lange Zeiträume ermöglichen.
Nach dem erfolgreichen Betrieb der Pilotanlage mit 6 MW Gesamtleistung soll das Projekt nun stark ausgeweitet werden. Eine Erweiterung um mindestens 59 MW ist bereits beschlossen. Weitere Investitionen sollen im Laufe des Jahres folgen. Ziel ist es, die Technologie zur skalierbaren Lösung für Küstenregionen zu machen – nicht nur in Großbritannien, sondern weltweit.
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