Windbranche setzt auf Wachstum
Die Fachmesse Windenergy Hamburg 2026, die vergangene Woche in der Zeit vom 22.09. bis 25.09. stattgefunden hat, brachte mehr als 40.000 internationale Besucher und über 1.600 Aussteller zusammen. Trotz hoher Finanzierungskosten, Lieferengpässen und langwieriger Genehmigungen sieht sich die Windindustrie weiter auf Wachstumskurs. Für die Instandhaltung rücken dabei Logistik, Ersatzteilversorgung und neue Antriebskonzepte in den Fokus.
Die Branche sieht sich trotz wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen weiter auf Wachstumskurs. Als wesentliche Hemmnisse wurden unter anderem hohe Finanzierungskosten, Margendruck, angespannte Lieferketten und langwierige Genehmigungsverfahren genannt.
Für den weiteren Ausbau müssen allerdings auch Netze und Infrastruktur Schritt halten. Fehlende Netzanschlüsse und begrenzte Netzkapazitäten gelten in vielen Märkten inzwischen als zentrale Engpässe. Bei Offshore-Anlagen gewinnen zudem leistungsfähige Häfen und Logistikstrukturen an Bedeutung – nicht zuletzt für Transport, Montage und Wartung immer größerer Anlagen.
Weniger Abhängigkeiten
Auch die Versorgungssicherheit war ein Thema der Messe. Gefordert sind unter anderem diversifizierte Lieferketten und Technologien, die Abhängigkeiten von einzelnen Rohstoffen reduzieren.
Ein Beispiel zeigte Flender mit dem Generator „Winergy Genera“. Der Antriebsspezialist stellte einen Generatortyp vor, der ohne Permanentmagnete und damit ohne Seltene Erden auskommt.
„Die Windenergie ist zu einer zentralen Säule einer sicheren Energieversorgung in Europa geworden“, sagt Andreas Evertz, CEO der Flender-Gruppe. „Jedes Kilogramm eingespartes Material und jeder gewonnene Effizienzpunkt machen Windenergie wettbewerbsfähiger – und die Wettbewerbsfähigkeit bestimmt, wie schnell die Branche ausbauen kann.“
Speicher und Digitalisierung
Neu war 2026 ein eigener Messebereich für Energiespeicher. Speichertechnologien und die Systemintegration sollen dazu beitragen, Windparks wirtschaftlicher zu betreiben. Das Rahmenprogramm beschäftigte sich zudem mit Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Regulatorik und Marktdesign.
Links:
www.b-und-i.de
