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HMI: Datenaustausch über Branchengrenzen hinweg

Auf der Hannover Messe (noch bis 24. April 2026) zeigt der Smart Systems Hub (SSH) den datenökosystemübergreifenden Austausch in der Industriepraxis.

Konkret demonstriert das Dresdner Innovationsnetzwerk am Stand der Plattform Industrie 4.0 (Halle 13, Stand C24) in einem Cross-Dataspace-Use-Case zwischen den Initiativen Chem-X, Semiconductor-X und Decide4Eco, wie datenökosystemübergreifender Datenfluss echte Wertschöpfung entlang komplexer Lieferketten erleichtert.

Der Messe-Demonstrator einer Halbleiter-Wertschöpfungskette von Smart Systems Hub zeigt damit, dass ein lückenloser Datenfluss praktisch machbar ist. Darin wird ein Digital Material Passport (DMP) für Chemikalien aus der Initiative Chem-X für Halbleiterrohmaterialien adaptiert.

Diese Informationen fließen in Semiconductor-X ein, wo Product-Carbon-Footprint-Werte (PCF) von Rohstoffen und Fertigungsschritten zusammengeführt werden. Standardbasiert in einer Asset Administration Shell (AAS) hinterlegt, stehen die Chip-Daten abschließend im Kontext von Decide4Eco für weitere Anwendungen bereit. Der konkrete Anwendungsfall zeigt dies am Beispiel eines HiFi-Kopfhörers, in welchem der Chip verbaut ist.

„Die nahtlose Cross-Dataspace-Kommunikation zwischen verschiedenen Datenräumen ist der Schlüssel zu einem effizienten Datenaustausch entlang komplexer Lieferketten“, betont Prof. Dr. Dirk Reichelt, Professor für Informationsmanagement der Fakultät Mathematik/Informatik an der HTW Dresden. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Smart Systems Hub und weiteren Partnern daran, eine solche Integration über mehrere Manufacturing-X-Projekte hinweg zu demonstrieren – und so Interoperabilität und Resilienz globaler Wertschöpfungsketten zu sichern.“

Martin Holland, Leiter Strategie und Business Development der Prostep Group, ergänzt: „Das Potential der Daten-Ökosysteme kann durch die Integration in die Unternehmenssysteme gehoben werden – das ‚Schließen der letzten Meile‘ sozusagen. Unser gemeinsamer Demonstrator zeigt, wie diese nahtlose Integration in verschiedene Daten-Ökosysteme mit möglichst wenig Aufwand gelingt.“

Technologisch demonstriert das Szenario die Kompatibilität unterschiedlicher Datenökosystembetreiber: Der Smart Systems Hub fungiert als Operator für Decide4Eco, die HTW Dresden für Semiconductor-X, ergänzt durch einen dritten Betreiber im Chem-X-Umfeld.

Um Unternehmen den Einstieg in solche domänenübergreifenden Anwendungen zu erleichtern, bietet der Smart Systems Hub seine „Explore & Learn“-Umgebung an. In diesem praxisnahen Setup lassen sich Interoperabilität und das Verständnis für dezentrale Datenräume direkt und niederschwellig erproben.

Links:

www.smart-systems-hub.de

Damit datenbasierte Geschäftsmodelle die Unternehmensziele – etwa Nachhaltigkeitsziele – wirksam unterstützen, müssen sich Industrieunternehmen ohne administrativen Overhead in verschiedenen Datenräumen bewegen können. Dezentrale Datenräume entfalten erst im übergreifenden Zusammenspiel ihren Mehrwert. Bild: Smart Systems Hub

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Quelle: Volker Zwick (Chefredakteur der B&I)
www.b-und-i.de