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Facility-Service-Anbieter erwarten Umsatzplus

Facility-Service-Unternehmen in Deutschland blicken trotz schwieriger Rahmenbedingungen optimistisch auf das Jahr 2026. Laut aktuellem Konjunkturindex Facility Service steigerten die Anbieter ihren Umsatz im vierten Quartal 2025 im Durchschnitt um 7,4 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Dienstleister mit einem weiteren Wachstum von 6,6 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel die größte Herausforderung der Branche. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und internationale Rekrutierung rücken deshalb stärker in den Fokus der Unternehmen.

Die Facility-Service-Branche setzt ihren Wachstumskurs fort. Nach Angaben des aktuellen Konjunkturindex Facility Service legten die Umsätze der Anbieter im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Mittel um 7,4 Prozent zu. Der Konjunkturindex wird quartalsweise vom Research- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder erhoben.

Auch für das laufende Jahr bleiben die Erwartungen positiv: Die Unternehmen rechnen für 2026 mit einem durchschnittlichen Umsatzplus von 6,6 Prozent. Bereits für das erste Quartal 2026 prognostizieren die Dienstleister ein Wachstum von 5,5 Prozent.

Trotz der positiven Nachfrageentwicklung stehen die Anbieter weiterhin vor strukturellen Herausforderungen. Der Personal- und Fachkräftemangel ist laut Studie das mit Abstand größte Markthemmnis. Aktuell nennen 82 Prozent der befragten Unternehmen den Personalmangel als zentrales Problem.

Neben der Personalsituation belasten auch steigende Kosten und wachsender Preisdruck die Branche. Rund die Hälfte der Studienteilnehmer zählt den zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck derzeit zu den drei wichtigsten Risiken für die Geschäftsentwicklung.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen viele Unternehmen verstärkt auf technologische Lösungen. Für 63 Prozent der befragten Facility-Service-Anbieter ist die Digitalisierung das wichtigste strategische Ziel für das Jahr 2026. Dabei gewinnt auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz an Bedeutung: 32 Prozent der Unternehmen planen, KI-basierte Anwendungen einzusetzen, um Prozesse effizienter zu gestalten und Dienstleistungen besser zu steuern.

Neben technologischen Maßnahmen spielt auch die Personalgewinnung über nationale Grenzen hinaus eine zunehmende Rolle. Bereits 28 Prozent der befragten Unternehmen rekrutieren aktiv Arbeitskräfte aus dem Ausland. Besonders größere und integrierte Facility-Service-Anbieter weiten ihre Recruiting-Aktivitäten verstärkt international aus.

Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder, ordnet die aktuelle Situation so ein: „Die Facility-Service-Branche befindet sich in einer bemerkenswerten Situation: Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen ist ungebrochen hoch, doch die Fähigkeit, dieses Potenzial auszuschöpfen, wird zunehmend durch den Personalmangel limitiert. Der strategische Dreiklang aus Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und internationaler Rekrutierung verdeutlicht, dass die Branche den Handlungsdruck erkannt hat – und aktiv gegensteuert, um ihre Wachstumsfähigkeit langfristig zu sichern.“

Links:

www.luenendonk.de

Die vierte Quartalsanalyse des Konjunkturindex Facility Service für das Geschäftsjahr 2025 basiert auf den Angaben von 22 Facility-Service-Unternehmen und ist Teil der seit Anfang 2023 erscheinenden Studienreihe. Der Konjunkturindex Facility Service entsteht in fachlicher Zusammenarbeit mit Bayern FM, Compass Group und Wackler. Die Ergebnisse der aktuellen sowie vorangegangenen Analysen stehen online unter zur Ansicht bereit. Für vertiefende Informationen bietet Lünendonk eine Jahreslizenz für vier Ausgaben mit Segmentauswertungen nach Umsatzgröße und Leistungsschwerpunkt zum Preis von 2.000 Euro (zzgl. MwSt.) an. Bild: Lünendonk

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Quelle: Volker Zwick (Chefredakteur der B&I)
www.b-und-i.de