Brückensanierung mit PMMA
Die Anforderungen an die Instandhaltung von Brückenbauwerken steigen stetig und stellen Planer und Ausführende gleichermaßen vor neue Herausforderungen. In dieser Gemengelage gewinnen reaktionsschnelle, prozesssichere und normativ abgesicherte Lösungen an Bedeutung. Mit dem Einzug der PMMA-Systeme in die Regelbauweise, verankert in der ARS Nr. 21/2023, öffnet sich ein neues Kapitel für die Brückeninstandhaltung.
PMMA-Systeme erfüllen die Anforderungen an eine dauerhafte Beschichtung unter der Schweißbahn gemäß ZTV-ING 6-1 und bieten zugleich deutliche Vorteile bei der Bauzeit. Dank sehr kurzer Reaktions- und Aushärtezeiten lassen sich Abdichtungen häufig innerhalb eines einzigen trockenen Tages vollständig realisieren – inklusive Übergängen und Details. Aufwendige Zelt- und Heizkonstruktionen sowie lange Wartezeiten zwischen einzelnen Lagen entfallen.
In Kombination mit modernen Applikationstechniken wie der maschinellen Verarbeitung lassen sich Flächenleistungen von bis zu 2.400 Quadratmeter pro Tag erreichen. Das PMMA wird dabei in einem geschlossenen System gemischt und kontinuierlich aufgebracht.
Mehrlagige Beschichtungen können ohne Unterbrechung ausgeführt werden, was eine gleichbleibende Schichtqualität sicherstellt. Gleichzeitig reduzieren sich manuelle Fehlerquellen, Pausenzeiten und logistische Aufwände, etwa durch den Einsatz von Großgebinden statt Einzelverpackungen.
Neben der Flächenabdichtung kommen PMMA-basierte Produkte auch bei Übergangskonstruktionen, Kappenanschlüssen und Asphaltsanierungen zum Einsatz. Sie sind schnell regenfest, kurzfristig überarbeitbar und dauerhaft mechanisch belastbar. Ergänzt um Systeme für Markierungen und punktuelle Reparaturen lassen sich komplette, aufeinander abgestimmte Brückenkonzepte umsetzen.
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